Auf den Spuren der Heiligen Verena nach Bad Zurzach

Bote vom Untersee vom

Seniorinnen und Senioren aus Steckborn und Umgebung verbrachten lehrreichen Tag im Aargau

(dsu) Wolken und Sonne zeichnen am vergangenen Mittwoch prächtige Stimmungen an den Himmel. Der Herbst ist zwar eingezogen, die Wiesen zeigen sich aber immer noch satt grün. Ideales Reisewetter für 55 Teilnehmende des ökumenischen Seniorenausfluges.

Im Apfelcar der Firma Madorin begrüsst Gemeindeleiter Thomas Mauchle die Reisenden mit einem Weg-Segen. Die Fahrt geht über Winterthur-Pfungen zum Kaffeehalt nach Kaiserstuhl und dann weiter nach Bad Zurzach. Unterwegs erfahrt die Gruppe bereits spannendes über die Heilige Verena. Im 4. Jahrhundert wanderte sie aus Theben, dem heutigen Luxor, in die Schweiz ein. Am Anfang lebte sie in Solothurn, in der nach ihr benannten Verena Schlucht, kam später nach Koblenz und Zurzach. An allen Orten wurde sie sehr schnell verehrt. Sie betreute und pflegte Gefangene und Kranke. Nach ihrem Tod pilgerten unzählige an ihr Grab nach Zurzach und so wurde der Ort schnell zum grössten Marktflecken in ganz Europa.

Bei einer Führung im Verena Munster Zurzach war noch mehr spannendes zu Hören und zu Sehen. Z.B. ist die Heilige Verena Schutzpatronin der Fischer, der Haushalterinnen, der Krankenpflegerinnen, der Müller der Schiffer und Dirnen. Aber auch spannende kunsthistorische Einblicke gab die Führung. So konnte der prachtvolle Kirchenschatz oder die Katakombe besichtigt werden. Ebenso wurde den Besuchern ein Blick hinter den Altar ermöglicht. So zeigen sich die kunstvoll bemalten Schnitzereien und Verzierungen von hinten ganz schlicht in weiss.

Nach einem feinen Essen im Zurzacherhof führt die Reise weiter zur Lourdgrotte in Leuggern und zum Zvieri nach Gippingen. Der Chauffeur wählt für die Rückreise die Route über Deutschland, den Klettgau und Schaffhausen. Eine wunderbare Idee. Die Reben schmiegen sich an weiche Hügelzüge, der Mais steht erntereif, dazwischen gelbe Felder, vielleicht Senf und violette Phazelie. So wurden auf dieser Reise die verschiedensten Sinne angesprochen. Müde, aber zufrieden über den schönen Tag, steigen alle in Steckborn wieder aus und machen sich auf den Heimweg.