Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Bote vom Untersee vom

Rückblick auf den Seniorennachmittag in Steckborn vom Mittwoch, 12. Dezember

(em) Sonnenschein und kein bisschen Schnee! Weihnächtlich sah es nicht gerade aus an diesem Mittwochnachmittag. Aber es ist trotzdem Adventszeit und die Senioren waren eingeladen, den diesjährigen Adventsnachmittag im katholischen Pfarreisaal zu besuchen. Die Einladung wurde angenommen und gegen 40 Gäste nahmen an den weihnächtlich geschmückten Tischen Platz. Für wunderschöne musikalische Unterhaltung sorgte das Panflöten Quartett «pan 4 you», vier Frauen, die sich in der Panflötenschule Frauenfeld kennengelernt haben und beschlossen haben, miteinander zu musizieren. Panflötenmusik sorgt für eine feierliche, ruhige und beruhigende Stimmung und bringt es fertig, dass man sich beim Zuhören von der Hektik des Alltags lösen kann. Beste Voraussetzung, um trotz Sonnenschein Adventsstimmung zu verspüren.

 

Prekäre Situation als Imbissbudenbesitzer

Danach war man bestens eingestimmt, um der Weihnachtsgeschichte von Gemeindeleiter Thomas Mauchle zu lauschen. Auf einer Leinwand war die Geschichte, die er erzählte auch in Bildern zu sehen. Sie stammt aus dem Büchlein von Andrew Bond, illustriert von Urs Lauber mit dem Titel «Beni Ben Baitz. Tönt orientalisch und so ist es auch. Die Geschichte handelt von Beni Ben Baitz, der auf der Strasse nach Bethlehem zusammen mit einer seiner Töchter eine kleine Imbissbude betreibt. Von dieser Bude hängt sein Lebensunterhalt ab, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass all seine Gedanken um die täglichen Einnahmen kreisen, die mal besser mal schlechter sind. Es gibt Tage, da bleibt seine Kasse leer und er weiss nicht, wie er seine Frau und die sieben Kinder ernähren soll. Und dann hat er schlechte Laune. So ist es auch als die römischen Soldaten vorbeikommen und befehlen, dass jeder sich innert zwei Wochen an seinen Heimatort zu begeben hat, um sich zählen zu lassen. Beni hofft, dass die vielen vorbeiziehenden Menschen sich bei ihm verpflegen werden und er so ein gutes Geschäft machen kann. Aber zu seinem Verdruss sind alle Reisenden in Eile und die wenigsten haben Zeit, bei Beni einzukehren. Unter den Vorbeiziehenden ist auch ein junges Paar mit einem Esel; die Frau ist hochschwanger und sie suchen eine Herberge, um zu übernachten. Es sei ein ganz besonderes Kind, das da geboren werden solle, sagt der junge angehende Vater.

 

Ein besonderes Kind ist geboren

Beni schenkt dem keine grosse Beachtung aber er schickt das Paar zur Herberge seiner Schwester. Dort finden sie nur noch Unterkunft im Stall. Eine ganz aussergewöhnliche Nacht war das. Ein besonders heller Stern fliegt vorbei und Engel erscheinen am Himmel und verkünden, dass der Sohn Gottes in dieser Nacht geboren werde. Drei reiche, prächtig gekleidete Männer ziehen vorbei und suchen ebenfalls dieses ganz besondere Kind. Was soll denn das, fragt sich Beni, wenn diese Herrschaften wenigstens bei mir einkehren würden! Und schon ärgert er sich wieder. Aber Hanna, seine Tochter, will unbedingt mit Beni zu ihrer Tante in die Herberge, sie ahnt nämlich, dass das ganz besondere Kind bestimmt dort geboren wird! Beni folgt ihr mit einem Korb voll Essen, er hat nämlich die Idee, dass die vielen Menschen dort beim Kind bestimmt Hunger haben und er doch noch ein gutes Geschäft machen könnte. Im Stall finden sie dann das neugeborene Kind, das den Namen Jesus erhalten hat. Der Ort ist auf eine geheimnisvolle Art feierlich und friedlich. Die unterschiedlichsten Menschen und Tiere bestaunen das Kindlein. Später auf dem Heimweg meint Hanna zu ihrem Vater: «Das muss wirklich ein ganz besonderes Kind sein, dass da geboren worden ist, wenn Du sogar vergessen hast, Geld für Dein Essen zu verlangen!» Beni lächelt und ist selber erstaunt, dass er trotzdem völlig zufrieden ist.

 

Nächster Seniorennachmittag im Jahr 2019

Das, was Beni und die Menschen dort so beeindruckt und berührt hat, muss wirklich etwas ganz besonders Wichtiges sein, etwas, das wichtiger ist als alles andere. Und das ist dann eben unsere Weihnacht, die Geburt Jesu. Nachdem es im Saal wieder hell geworden ist, kommen die Gäste dieses Seniorennachmittags nochmals in den Genuss der schönen Panflötenmusik mit bekannten Weihnachtsmelodien. Ein feines Zvieri, Schinkli mit Kartoffelsalat, durfte natürlich auch nicht fehlen. Ein Blick in die Runde der Gäste zeigte auch hier zufriedene Gesichter. Der nächste Seniorennachmittag wird am 23. Januar 2019 stattfinden. Auch zu diesem Anlass sind die Senioren herzlich eingeladen.

Termine

Sonntag, 07. Juni 2020, 09:45 Uhr

Gottesdienst in der Kirche

«Vom Segen», Pfrn. Sabine Gäumann, Kirchenmusiker Martin Schweingruber
Dienstag, 09. Juni 2020, 09:30 Uhr

Vorlesen im Altersheim

Freitag, 12. Juni 2020, 09:30 Uhr

Andacht im Altersheim

Pfrn. Sabine Gäumann
Sonntag, 14. Juni 2020, 09:45 Uhr

Gottesdienst in der Kirche

Pfrn. Sabine Gäumann, Kollekte: Thurgauische Evangelische Frauenhilfe
Dienstag, 16. Juni 2020, 09:30 Uhr

Vorlesen im Altersheim