Magie-Künste verzauberten den Herbst

Bote vom Untersee vom

Seniorennachmittag in Steckborn sorgte für Spannung, Unterhaltung und gute Laune

(em) In der Küche und im Saal des katholischen Kirchgemeindehauses in Steckborn war vergangenen Mittwoch bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung reger Betrieb. Es wurde Kaffee und Tee gekocht, selbstgebackener Kuchen geschnitten und appetitlich auf Teller angerichtet. Im Saal waren die Tische bereits am Morgen von fleissigen Helfern gedeckt und mit einer tollen herbstlichen Dekoration aus Kürbissen geschmückt worden. Auch auf der Bühne regte sich etwas. Ein Mann installierte dort geheimnisvolle Utensilien für seinen Auftritt. Es war der angekündigte Zauberer Thomas Rubli, «Magicdream Thomas» aus Zuzwil, von Beruf Finanzexperte, der in seinem Hobby, der Zauberei, einen perfekten Ausgleich gefunden hat. Er hat die Zauberei von Grund auf gelernt und ist stets bemüht, mit Weiterbildung und intensivem Lernen seine magischen Auftritte zu perfektionieren. Aber auch er kann seine benötigten Sachen nicht einfach mit einem Zauberspruch an Ort und Stelle erscheinen lassen. Das Magische muss erst minutiös vorbereitet werden. Pünktlich um 14.30 Uhr war dann der Saal mit den eingetroffenen Gästen gefüllt. Kaffee und Kuchen fanden erfreute Abnehmer und Rosmarie Zumbach konnte nun die Gäste und den Zauberer, Thomas Rubli, begrüssen.

 

Seidentuch mit Eigenleben

Dieser setzte einen Zylinder auf, nahm seinen Zauberstab in die Hand und schon war etwas Magisches in der Luft. Auch er begrüsste sein Publikum und erklärte, er habe noch einen Kollegen mitgebracht, und zwar den Fridolin. Es stellte sich heraus, dass Fridolin ein rotes Seidentuch war, das aber ein seltsames Eigenleben entwickelte. Es tauchte überall auf, wo man es nicht erwartete oder versteckte sich gerne spitzbübisch. Plötzlich tauchten noch mehr solche Tücher auf, die Gäste konnten sich sogar die Farben wünschen. Alles funktionierte natürlich nur mit einem Zauberspruch «Echo Stei Schalosch» oder so ähnlich heisst er bei Thomas Rubli und damit verhexte er die unglaublichsten Sachen. Bälle erschienen in der Hand des Zauberers, verschwanden wieder oder duplizierten sich. Aus einem Ball in der geschlossenen Hand eines Gastes wurde auf erstaunliche Weise deren zwei, obwohl der Zauberer weit weg auf der Bühne stand. Alle staunten. Mit Würfeln, Karten, Zinnbechern, Röhrchen und Seilen führte Thomas Rubli die wundersamsten Verwandlungen vor und bekam für jedes Zauberstück begeisterten Applaus. Wie auch seinem Seidentuch Fridolin hauchte er seinen andern Utensilien Leben ein und sie bekamen eine Symbolik für Personen und Situationen im realen Leben. Wie zum Beispiel die vier Kugeln, die zwei Paare darstellten, Herr und Frau Meier und Herr und Frau Müller. Sie waren mit Schnüren auf seltsame Weise miteinander verbunden. Einmal war da eine Verbindung von Herrn Meier mit Frau Müller und einmal eine zwischen Herrn Müller und Frau Meier. Was war da im Gange? Aber plötzlich waren die zwei Frauen miteinander verbunden. Im Gespräch? Oder war es eine Verschwörung zwischen den beiden? Auf jeden Fall waren auf einmal die beiden Männer abgehängt.

 

Tricks mit tieferem Sinn

Auch der Trick mit dem Lebenspuzzle war überraschend und hatte einen tieferen Sinn. Auf einer Tafel sah man ein Puzzle mit vielen Teilchen. Thomas Rubli sagte, das Puzzle stelle sein Le­ben dar. Den Rahmen habe er von den Eltern bekommen und auch wichtige Teile im Puzzle (alles im Übertragenen Sinne zu verstehen). Das Ganze war eine Einheit ohne Lücken. Aber im Laufe des Lebens kommen natürlich immer neue Puzzle-Teile dazu. Komischerweise wurde der Rahmen nicht gesprengt, son­dern neue Teilchen fügten sich unter geheimnisvollem Geschie­be einfach in das Ganze ein. So wünscht man sich das ja auch im Leben: Dass am Schluss alles ein harmonisches Ganzes ergibt. Wieder Staunen und ein verdienter Applaus vom Publikum.

 

Im Nu war die Zauberstunde um

Die Gäste wurden spannend und fröhlich unterhalten und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Die Zeit verging wie im Fluge und ehe man daran dachte, war die Zauberstunde um. Der Zauberer bekam Applaus vom dankbaren Publikum für seine gelungene Unterhaltung und seine gekonnt vorgetragenen Zaubertricks. Der nachfolgende Imbiss wurde dann aber nicht vom Zauberer hervorgehext; dafür war das Vorbereitungsteam zuständig. Wienerli und Brot mit einem Gläschen Wein, Tee oder Mineralwasser wurde von den Gasten gerne entgegen genommen und genossen. Natürlich kam auch das Plaudern und Lachen nicht zu kurz. Ein unterhaltsamer Nachmittag ging zu Ende und nach und nach machten sich die Gäste mit neu gewonnenen Eindrücken auf den Heimweg. Das Vorbereitungsteam freut sich, wenn auch am nächsten Seniorennachmittag, am Mittwoch, 13. Dezember, wieder viele Gaste zum Advents-Nachmittag erscheinen werden.

Termine

Sonntag, 07. Juni 2020, 09:45 Uhr

Gottesdienst in der Kirche

«Vom Segen», Pfrn. Sabine Gäumann, Kirchenmusiker Martin Schweingruber
Dienstag, 09. Juni 2020, 09:30 Uhr

Vorlesen im Altersheim

Freitag, 12. Juni 2020, 09:30 Uhr

Andacht im Altersheim

Pfrn. Sabine Gäumann
Sonntag, 14. Juni 2020, 09:45 Uhr

Gottesdienst in der Kirche

Pfrn. Sabine Gäumann, Kollekte: Thurgauische Evangelische Frauenhilfe
Dienstag, 16. Juni 2020, 09:30 Uhr

Vorlesen im Altersheim