Andreas Gäumann ist neuer Gefängnisseelsorger

Bote vom Untersee vom

Der evangelische Seelsorger aus Steckborn trat Mitte März Stelle in Frauenfeld und Kalchrain an

Die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau hat den Steckborner Pfarrer Andreas Gäumann mit der Seelsorge im Kantonalgefängnis Frauenfeld und im Massnahmenzentrum Kalchrain betraut. Der neue evangelische Seelsorger trat Mitte März die Nachfolge von Pfarrer Hansruedi Lees an.

Als evangelischer Seelsorger im Kantonalgefängnis Frauenfeld ist Pfarrer Andreas Gäumann auch für die Seelsorge im Massnahmezentrum Kalchrain zuständig. Als Nachfolger von Pfarrer Hansruedi Lees aus Lipperswil-Wäldi, bekleidet er das Amt seit Mitte März in einem 15 Prozent-Pensum für beide Institutionen. In seinen 20 Berufsjahren als Gemeindepfarrer – davon sieben Jahre im Kanton Glarus und dreizehn Jahre in Steckborn – hat Gäumann fundierte Seelsorge-Erfahrung erworben. Die Besonderheiten der Gefängnisseelsorge sind ihm ebenfalls vertraut, sie war Teil seiner Glarner Pfarrtätigkeit. Um den besonderen Anforderungen dieser Spezialseelsorge auch nach neuesten Erkenntnissen gerecht zu werden, wird Gäumann berufsbegleitend eine fachspezifische Weiterbildung besuchen. Am 1. Oktober verlässt er das Pfarramt in Steckborn und wechselt zur Evangelischen Kirchgemeinde Arbon.

Kanton und Kirche unterstellt

In geistlich theologischen Fragen ist Gäumann dem Kirchenrat unterstellt, in organisatorischen und betrieblichen Fragen den Organen des Gefängnisses und dem Massnahmezentrum Kalchrain. Die beiden Landeskirchen verantworten die Gefängnisseelsorge im Auftrag vom Amt für Justizvollzug des Kantons Thurgau und arbeiten im ökumenischen Sinn eng zusammen. Evangelische und katholische Gefängnisseelsorge betreuen auch Angehöriger anderer Konfessionen und Religionen. Die Vertrauenspersonen für Insassen und Angestellte unterstehen der Schweigepflicht.