Den Startpunkt „Hörnliwald“ kannten wir schon von früheren Wanderungen. Diesmal ging es in Richtung Westen. Im ersten Waldstück trafen wir auf ein kleines Wunder, ein eingenartiges Pilzgebilde. Es ernährt es sich von organischen Nährstoffen aus einem Baumstrumpf. Wir staunten und fotografierten. Pilze bilden ein eigenes Reich und sind näher mit Tieren verwandt als mit Pflanzen. Spannend!
Beim Weiterwandern wurden wir auf einen behauenen Granitquader aufmerksam gemacht und erhielten gleich noch eine kleine Lektion über die Art der Markierung von Vermessungspunkten.
Am Waldrand bei Egg steht eine Bank, die wir sofort in Beschlag nahmen. Wer keinen Platz mehr fand, setzte sich ins warme Gras. Herrlich dieser Ausblick ins Seebachtal. Ein Motormäher störte den friedlichen Moment. Auf die Bitte der Wanderleiterin machte der Waldarbeiter eine kleine Pause. So konnten wir unsere Rast ohne Motorenlärm noch ein wenig ausdehnen.
Bei der römischen Villa Stutheien kurz vor Hüttwilen teilten wir den Platz mit einer Gruppe von Kindern, die auf den Mauerresten herumsprangen. Was heute ein geschichtlich interessanter Picknickplatz ist, wurde gegen Ende des 2. Jahrhunderts von wohlhabenden Gutsbesitzern bebaut und bewohnt. Reiche Funde, die heute im Museum für Archäologie in Frauenfeld ausgestellt sind, lassen darauf schliessen.
Bis zum Restaurant Eintracht in Hüttwilen war es dann nicht mehr weit. Riesige Nussgipfel wurden bestellt und extra für uns gebacken. Ob in diesem Jahr noch mancher milde Tag kommt, an welchem man in einer lauschigen Gartenwirtschaft einen guten Tag abschliessen kann? Warten wir es ab!
Die nächste Wanderung findet unter der Leitung von Elisabeth Brunner und Jeannette Eymann am 3. November statt.